Sorry, kann ich euch nicht vorenthalten – und ich weiß schon, dass jemand besonders darauf wartet Smile

Wir sind mit der Drohne heute morgen über das Sanderling Resort geflogen und haben unter anderem dabei 2 Panoramen gemacht – weiter gehts später, heute fahren wir noch zu den Wild Horses nach Churrituck

 

Juchuu, meine Augen sind schon wieder ganz gut Dank Kortison und Allergietabletten, ich war ja gestern früh im Bett und habe gut geschlafen. Denn heute liegt ein anstrengender Roadtrip vor mir, auf dem Plan stehen der Shenandoah River Park, eine „Covered Bridge“ und ein kurzer Abstecher nach West Virginia. Los gehts (unter diesen Bild den read-more-link anklicken!

Country Roads

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Heute muss ich meinen Tag alleine gestalten, denn Stefan muss arbeiten. Es ist bewölkt, aber regnen soll es nicht.

Zunächst müssen wir aber einen Schlüssel für mich nachmachen, also fahren wir zusammen zu Lowe’s (Baumarkt). Nach einigem Hin- und Hergerenne landen wir wieder am Self Service Schalter, wie praktisch. Schlüssel rein, kopieren, neuer Schlüssel fertig. Da ich großzügig die  Rechnung von unglaublichen 4 $ übernommen habe darf ich mir ein eigenes Design aussuchen – natürlich wird es ein sehr amerikanischer Schlüssel werden. Ist immerhin meiner erster eigener Schlüssel hier in den USA.  Dann trennen sich unsere Wege. Ich möchte in den Norden fahren, aber leider komme ich nicht so weit, denn auf dem Weg finde ich einen Patient First, klasse – klingt nach Arzt. Da war ich ja auch in diesem Urlaub noch nicht. Aber da meine Augen bzw. alles drumherum immer schlimmer wird und es sich weiter ausbreitet gehe ich halt mal zum Doc. Im Eingangsbereich gibt es Desinfektionsmittel, Tücher und Mundschutz. Sollten sie bei uns auch mal einführen. Es sieht auch total leer aus im Wartezimmer, ich gebe meine Daten an und und bin bald dran, aber nicht beim Arzt, sondern erstmal wiegen, messen und Blutdruck prüfen. Ich bin geschrumpft!!!

Dann kommt der Doc, meine Augen sind in Ordnung, aber er vermutet eine Allergie und verordnet Kortison und Allergietabletten. Ich bekomme alles gleich mit in der Praxis, 140 Dollar kostet der Spaß. Im Auto verarzte ich mich und nehme die Allergietablette. Aber das Zeug macht ja total müde!!! Komme nicht weit, mir fallen schnell die Augen zu, steuere erstmal den nächsten Donkin Donuts an, Cola Light muss her – natürlich auch ein Donut of the month. Später erzählt mir Stefan, dass ich so hier gar nicht fahren darf. DUI – driving under the influence of drugs. Komme aber eh nicht weit – an der Ausfahrt Arlington Cemetary entscheide ich mich, abzufahren – und wenn man schonmal da ist kann man ja auch gleich mal eine kleine Sightseeing Tour durch Washington machen. Leider finde ich nur vom letzten Besuch den Weg den Weg vom Washington Monument zum Weißen Haus. Zweimal umrunde ich dieses, dann entscheide ich mich für ein Parkhaus. Valet Parking, 9 Euro/h. Geht doch Smile

Flaniere durch den Park zum Weißen Haus, leider kommt man nicht mehr wie früher bis zum Zaun, es gibt vorher eine Absperrung und Secret Service Personal passt auf, dass nicht wieder jemand versucht, rüberzuklettern. Danke an diesen Idioten Frown – jetzt kann man nicht mehr durch den Zaun fotografieren. Ich setze mich in den Park und melde mich mal bei den Daheimgebliebenen. Martin ist aber neidisch und sagt zu Recht, dass ich doch damit warten wollte, bis er auch da ist. Naja, stimmt auch. Aber bevor ich losfahre muss ich noch was trinken, ich gehe also zum Tea House. Eine Cola Light bitte – haben wir nicht. OK, Eiskaffee??? Haben wir auch nicht. Letzter Versuch: Eistee?? OK – Mint???? Ja, Mint. Ja, ok, was auch sonst, gibt ja keine weitere Auswahl. Setze mich nach draußen, es ist ja schön warm geworden. Dann hole ich mein Auto vom Valet Parking ab, es steht noch da wo ich es eben abgestellt hatte – genau in der Einfahrt. Verstehe ich nicht so ganz. Ich löse es aus und dann gehts wieder nach Alexandria. Heute muss ich aber mal einen Donut von Krispy Kreme probieren, ich entscheide mich für den ganz einfachen mit Zuckerguss, und esse ihn gleich. Er ist noch ganz warm und wirklich sehr süß. Ich entscheide mich, dass ich wohl doch eher Team Dunkin Donut bin. Aber in Sachen Leuchtreklame hat Krispy Kreme eindeutig die Nase vorn!

Zusammen mit Stefan geh ich dann noch zu einem Perser zum Essen (diesmal nicht in Springfield, sondern in Alexandria) – und vor lauter Gier vergesse ich, mein Essen zu fotografieren. Es gibt vorher Brot mit Knoblauchjoghurt, das ist schon so lecker … und danach noch so ein Hähnchenspieß auf Salat. Es war super gewürzt, ehrlich gesagt möchte ich zu Hause nur noch so leckeres Hähnchen essen und freue mich schon wieder auf meinen Weber Grill Smile. Wir knipsen da noch so ein bisschen mit dem iPhone rum und fahren dann wieder nach Hause, wo ich mit meinem neuen Schlüssel aufschließen darf!!!

Noch ein bisschen TV, aber ich bin so müde, ich gehe um 9 schlafen. Good Night.

 

 

What the fuck? Es regnet vom Himmel hoch. Das sieht nach einem Shoppingtag aus.

Nach dem Frühstück mache ich mich auf den Weg, die Route zur Springfield Mall beherrsche ich schon fast im Schlaf, ist ja auch nicht so weit weg, also fahre ich mal in ein paar Seitenstraßen rein und schaue, wie es so ist, dort zu wohnen.

An einer Straßenecke erregt ein großer Flamingo mein Aufsehen, da muss ich mal näher ran. Heute morgen berichtet nämlich eine befreundete USA-Reisende in ihrem Blog, dass ihr Mann sie für verrückt erklärt, dass sie sich hier einen Flamingo für den Garten gekauft hat und weist auf die Freigepäckgrenzen hin. Die beiden heißen Sylvia und Bernhard und wie heißt die Straße, wo die ganzen Flamingos im Garten stehen? Richtig: Bernhard Street Smile Also wenn das nicht Rechtfertigung genug ist dann weiß ich es nicht.

Ich mach eifrig Bilder und sie haben auch pinke Mülleimer und einen mintfarbenen Oldtimer im Garten. Ganz nach meinem Geschmack.

Die nächste Straße die ich reinfahre ist wohl eine gehobene Wohngegend. Wow, hier könnte ich sofort irgendwo einziehen. Hier sind sogar die Einfamilien-Reihenhäuser oversized. Wie alles hier. Ein einer Nebenstraße haben alle Bewohner ihre Sitzgruppen draußen. Nichts besonderes, aber diese hier sind alle mit Sitzauflagen versehen. Im strömenden Regen????? Komisch. Ein Schild am Eingang weist auf aufmerksame Nachbarn hin. Ich rechne damit, dass sie mir einen Cop auf den Hals hetzen, weil ich so eifrig mit der großen Nikon Bilder mache, aber ich habe Glück. Auf dem Weg zu diesem Neighbourhood gibt es eine Kirche, die ist so lang, dass ich mich frage, wieviele Leute da wohl reinpassen. Hier gibts an jeder Ecke Kirchen für alle Glaubensrichtungen. Muss gleich an meine Annie denken und ihr „hey man“ HAHA Smile.

Endlich in der Mall angekommen. Ich kaufe zielstrebig 2 Sportshirts und die Adidas-Turnschuhe, die ich gestern gesehen hatte. 42$, echter Schnapper! Einen Coupon finde ich auch noch, 20$ Rabatt auf einen Einkauf über 100$. So habe ich 2 „Under Armour“ Shirts und Turnschuhe für 103$. Cool. Danach gehts zu Pandora, hier gibt es 3 Charms für mich, die America-Flag, eine Washington-Anhänger und einen Stopper. Für die Tochter meines Hosts kaufe ich auch ein Pandora-Armband mit einem Charm. Einen Coupon finde ich nur für online-Deals. Die Verkäuferin braucht 20 min um das kleine Päckchen als Geschenk zu verpacken. Ich werde irre. Dafür lasse ich diese schöne Tasche dann im Laden stehen, fällt mir aber erst auf, als ich schon wieder nach Hause wollte. Typisch. Dann wandern noch 2 USA-Shirts für meine beiden kleinen Patenkinder in meine Einkaufstasche, aber Cedrics Schuhe haben sie nur in Größe 10,5, er hat aber 10. Die bleiben hier. Schade.

Zum Abschluss gibts bei Starbucks eine Virginia-Tasse und einen Frappuccino Mocca, diesmal ohne Whipped Cream. Danach gehts back home. Wir machen Spaghetti mit Tomatensauce, alles frisch mit viel Knoblauch. Und vegan! Elodie ist ja jetzt Veganerin.

OMG, blauer Himmel heute. Es soll kalt bleiben, wird aber im Laufe des Tages angenehm warm. Wir haben einen Besucher, diese Tiere kamen schon bei meinem letzten Besuch, so auch jeden Tag diesmal: Ein Waschbär, bzw. mehrere. Dieser hier ist aber irgendwie hässlich, dünne Beine und ein krummer Rücken, sieht aus wie eine große Ratte. Stefan meint, er könnte krank sein (Tollwut).  Weil er nicht aufhört zu betteln bekommt er ein paar Trauben. Ähnlich dem Prinzip Zuckerbrot und Peitsche verscheucht Stefan ihn aber später, das gefällt dem hässlichen Racoon nicht und er faucht ihn an.

Heute steht nicht viel auf dem Plan, da ich einige Shoppingvorhaben in die Tat umsetzen muss. Hier ist alles in der Nähe, einfach aus dem Wohngebiet raus und auf die Hauptstraße, T-Mobile hatte ich schon vorher gesehen, aber heute muss ich zunächst in eine Art Apotheke, sprich Walgreens. Normalerweise bin ich mit denen echt zufrieden, aber heute helfen sie mir nicht. Ich habe seit dem Flug irgendwas an den Augen bzw. drumherum, es ist rot und völlig trocken und auch etwas geschwollen. Der Rat der Apothekerin, eine kalte Kompresse, finde ich nur bedingt hilfreich. Selbst ist die Frau, ich finde eine Babycréme, die man bei empfindlicher Haut und Ekzem auftragen kann, die nehme ich. Sie brennt wie Hölle, also wisch ich sie runter. Am Ende des Tages denke ich aber, das könnte die richtige Richtung sein.

Dann gehts zu T-Mobile, unser Modem muss wieder aufgeladen werden, ich entscheide mich für 10 GB, das dauert aber Stunden, da diese Menge per Telefon aktiviert werden muss. Ich  muss dazu mehrere Angaben machen, welche Vorwahl ich gerne möchte (natürlich eine New Yorker Nummer), Kreditkartennummer, Zip-Code etc. Und dann passiert es mir, ich muss den Typen falsch verstanden haben, jedenfalls gebe ich unter Zögern meinen PIN an, die er ins Telefon eintippt, woraufhin sich herausstellt, dass das nicht sein kann, weil der Code 5-stellig sein muss. Der wollte ganz sicher meinen Zip-Code haben.  Ich könnte mir vor die Stirn klatschen  Starving  – hoffe nun, dass er meinen Fehler nicht als solchen bemerkt hat. Ich kontrolliere jedenfalls in der nächsten Zeit meine Kreditkartenabrechnung wohl besser etwas genauer.

Dann bringen wir 23 Hemden (!) von Stefan in die Reinigung und bei der Gelegenheit zeigt er mir sein Gym, wo er mich als Gast ankündigt. Aber zuerst muss ich noch Turnschuhe kaufen, wie schlimm Smile

Also fahren wir nach Springfield in die Mall. Die war seinerzeit sehr heruntergekommen und es gab schrecklich viel Kriminalität, aber dann wurde sie aufgekauft und völlig neu ausgerichtet, nun empfängt uns eine moderne, riesengroße Mall mit nur wenigen Kunden. Ich finde aber keine Turnschuhe, die mir gefallen, bei Footlocker finde ich ein schönes Stan Smith Modell und bitte den Verkäufer, mir die Größe 8,5 oder 9 zu bringen. Er kommt mit dem Schuh, ich probiere ihn an: zu klein. Größe 8. Ich frage ihn, ob er 8,5 oder 9 bringen kann. Er antwortet: haben wir nicht. Oh Mann *vor die Stirn klatsch*. Jetzt habe ich keine Lust mehr. Muss ich morgen nochmal schauen. Für Cedric finde ich aber schöne Schuhe, die ihm per WhatApp vorgeschlagen werden – ihm gefallen sie, noch ein Grund mehr nochmal herzukommen.

Bei Starbucks bestelle ich einen Frappuccino Mocca, klein. Er kommt mit fetter Whipped Cream (Sahne). Habe ich doch so noch nie bekommen und finde ich auch nicht wirklich gut, aber leider: lecker! Ist ruckzuck weg.

Dann gehts zurück. Stefan muss arbeiten, ich möchte aber bei dem schönen Wetter noch ein wenig raus und suche mir einen Michael’s raus, der ist in der Nähe. Habe Nadine, versprochen, etwas von Wilton mitzubringen, um in den Cupcake-Himmel aufzusteigen. Hier gibt es immer nette Rabatte, Mittwoch gibts 2 Küchenartikel zum Preis von einem. Aber da ist dann vielleicht mein Artikel nicht mehr da, also nehme ich sie für 30% Rabatt mit, ist doch auch was. Ich lasse mir sehr viel Zeit, mir mal alles genau anzuschauen. Ein Bastlerparadies!!!! Diesmal kaufe ich aber wirklich nur, was notwendig ist. Kein weiteres Washitape, nichts. Dann gehts wieder zu meinem Host zurück.

Übrigens, mein Auto, der Ford Escape (Kalle, weil ich eine deutsche Navistimme dieses Namens habe, der mich in tiefstem Ruhrpottdeutsch lotst) , stinkt von innen irgendwie echt fies. Lüfte ordentlich durch, aber das reicht sicher nicht. Muss morgen sonst mal was versprühen.

Der Abend endet mit „Dancing with the stars“, finde es großartig, die Sendung mal im Original zu sehen statt immer nur die Clips auf Facebook. Wer gewinnt? Keine Ahnung, ich schlafe mal wieder auf der Couch ein Smile

Night y’all…

 

 

Der Jetlag schlägt zu, 3.30h war ich zum ersten Mal wach, aber ich drehe mich rum und schlafe nochmal ein, aber um halb 6 war die Nacht vorbei. Regen war gestern. Heute scheint die Sonne – aber es ist echt kalt. Und dazu weht ein heftiger Wind (30 km/h). Nach dem Frühstück (heute ist Sonntag, da gibts mal Eier) entscheiden wir uns zu einer Fahrt nach Annapolis. Neben der Altstadt von Alexandria ist es DIE meistbesuchte historische Altstadt an der Eastcoast.

Annapolis ist die Hauptstadt des US-Bundesstaates Maryland in den Vereinigten Staaten und Sitz der Countyverwaltung (County Seat) des Anne Arundel Countys.

Hier liegt der Sitz der United States Naval Academy (Marineakademie). Annapolis ist heute eine prosperierende Hafenstadt. In ihren diversen Hafenbuchten (Marinas) liegen hunderte von Segelyachten, die zur fast ganzjährigen Segelsaison in der Chesapeake Bay kreuzen. Aber heute kreuzt nicht viel, obwohl Sonntag ist.

Mir gefällt die Einfahrt in die Stadt, es gibt sogar ein Flatiron Building (Flatt-i-ronn, sagt meine Annie). Am Hafen finden wir einen Parkplatz, ich mag die Häuser sofort! An der Hafenmauer sitzt ein Paar mit einem sehr großen Hund, Stefan spricht sie an und sie berichten dass der Hund ein Welpe ist Smile. Ich hoffe er wächst ihnen nicht über Kopf.

Danach gehen wir zur Naval Academy, da sollte man unbedingt reingehen – wenn man denn reinkommt. Ich habe zwar brav meine ID mitgenommen, aber sie verlangen nach einem Passport. Und da nützt auch die Mitleidskarte nichts. Wir müssen das Visitor Center wieder verlassen. Naja, nächste Woche ist commissioning week, dann kommen wir vielleicht nochmal wieder.

Den restlichen Nachmittag verbringen wir, vom Sturm durchgeschüttelt, mit dem Knipsen von Schiffen Smile. Im Waterfront Hotel gibts schöne Toiletten und auch sonst macht das Hotel einen sehr interessanten Eindruck, das muss ich mir mal näher anschauen. Danach machen wir eine Kaffepause, leider dürfen wir nicht draußen sitzen.

Auf dem Rückweg sehe ich ENDLICH 3 uniformierte Naval Officer, 2 Frauen und ein Mann. Um ihnen hinterherzulaufen bin ich aber zu langsam, gerne hätte ich sie von vorne fotografiert, aber vielleicht bietet sich nächste Woche eine Gelegenheit.

Nun gehts zurück nach Alexandria, wir besuchen die Tochter meines Hosts in ihrem Café BUZZ, wo sie jobbt. Dort trinken wir Kaffee und essen walnut bread. Sehr saftig, sehr süß. Aber so langsam habe ich auch Hunger, da ich mich hier hauptsächlich von Wassermelone ernähre, die hält ja nicht vor. Abends kocht Stefan noch für uns, vegan für seine Tochter, und für uns gibts noch Fleisch dazu, in der Art von Gulasch. Ich schlafe gleich auf der Couch ein. Der Jetlag schlägt voll zu.

Gute Nacht USA.

Gefahrene km: 153, Besuchte Staaten: 2 (Virginia, Maryland)

2016-05-15 Route

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es geht los!

Um 6 geht der Wecker. An dieser Stelle liest man in jedem anderen Reisebericht was von „bin schon Stunden vorher wach“, aber für mich gilt heute das Gegenteil. Ich habe im Dream Bett in der Tat besser geschlafen als in meinem Bett zu Hause, ohne Unterbrechung. Bin aber aber echt erschöpft und wäre gerne noch liegen geblieben. Um 7 Uhr sind wir unten zum Frühstück, aber ich kann gar nichts runterkriegen. Ein Kaffee geht. Das wird heute eine schnelle Angelegenheit, aber ich wollte auch gerne ca. 3 h vor Abflug am Flughafen sein. Wie sich herausstellen wird eine gute Entscheidung, in 2 h hätte ich das alles wohl kaum geschafft.

Das Auschecken war allerdings wieder so ganz nach meinem Geschmack … ein  Schweizer Gast stellt tausende von Fragen, immer wenn man denkt das war es kommt die nächste, ich bin nervös und fange an zu trommeln. Bis es reicht. Zunächst fallen ein paar blöde Sprüche meinerseits aus sicherer Entfernung, aber er hört nicht auf und stellt die nächste Frage. Jetzt reichts. Powerkatie-Modus on. Ich gehe zu ihm und weise ihn darauf hin, dass er jetzt endlich zum Ende kommen soll,  wir würden auch gerne noch heute auschecken. Aber das lässt er sich von mir ja nicht bieten. Fast kommt es zum Duell, aber am Ende hat er doch keine Eier in der Hose. So tituliert er mich als Blödian. Blödian????? Das amüsiert dann allerdings irgendwie, sagt man das so in der Schweiz, wenn man so richtig sauer ist? Auf jeden Fall habe ich meine Mission erreicht. Er geht. Der nachfolgende Gast machts dann ganz schnell, ich glaube der hat jetzt Angst Smile Eigentlich traue ich mich jetzt selber nicht mehr, noch eine Frage zu stellen, aber ich muss … eine Taxifahrt zum Flughafen kostet 10 Euro, denn es gibt keinen Shuttlebus.

Und so sind wir schon 10 min später am Flughafen. Aber was ist denn hier los? Offenbar fliegen alle, die gestern mit uns im Stau standen. Wir laufen durch die Halle und suchen die Baggage-Drop-Off Schalter, aber da stehen ca. 10 Millionen Leute an, ich reihe mich ein. Bis mir Martin sagt, wir sollen in Halle A gehen, da wäre weniger los. OK, also in Halle A, da ist die Schlange leider jetzt auch nicht kürzer, ich reihe mich indiskret von der Seite ein, was zu einer freundlichen Kontaktaufnahme mit einem US-Bürger führt, also ungefähr von der Art wie ich sie morgens mit dem Schweizer hatte Smile. Mein Englisch reicht aber offenbar auch für diesen Schlagabtausch. Der Klügere gibt nach. Und Frauen haben mal wieder das letzte Wort Smile Plötzlich fällt ihm aber ein, dass er noch gar keine Bordkarten hat und so verlässt er die Schlange. Und muss sich wieder neu anstellen.

Nun heißt es Abschied von Martin nehmen, der kommt erst nächste Woche nach. Hier ist es aber nicht mehr so voll. Ich muss aber auf meine Tasche warten, die wird neu gescannt, ich hatte mein iPad nicht rausgenommen. Ich suche noch das WC auf, setzte mir danach in einer stillen Ecke meine Thrombosespritze, hole mir noch Laugenbrezel und ein Wasser und dann ist die Zeit bis zum Boarding auch schon fast rum. Da der Flug ausgebucht ist werden wir aufgefordert, Gepäck aufzugeben, da wir max. 8 kg Handgepäck haben dürfen. Und Frauen dürfen eine Damenhandtasche zusätzlich haben. Meine wiegt 4 kg und der Koffer immer noch mehr als 8. Hoffentlich wiegen die das nicht. Aber genau das tun sie nicht – ein Glück. Aber auch irgendwie komisch.

Und so befinde ich mich kurz drauf an Board der Boeing 747-400 nach Washington, neben mir ein junger Mann, dessen Frau vor ihm sitzen muss. Ich habe es echt gut angetroffen, allen Bedenken zum Trotz. Ich buche einen Internetzugang für 14 Euro/4 Stunden und unterhalte mich mit Martin und Elke, die mir immer sagen, wo wir gerade herfliegen, da sie den Flug tracken. Der Flug verläuft fast reibungslos bis auf eine turbulentere Phase über Neufundland, da schüttelt es uns ordentlich durch. Aber da man das Essen sowie nicht essen konnte (Hähnchen mit gelber Pampe und schwarzem Gemüse) macht mir das nichts.

Kurz vor dem Landeanflug wurden wir angewiesen, nach der Landung sitzen zu bleiben, da es an Bord einen medizinischen Notfall gegeben hat und erstmal die Sanitäter (Paramedics) an Bord kommen müssen. Davon haben wir auf den billigen Reihen aber nichts mitbekommen.  Und so setze ich um 13.20h endlich wieder meine Füße auf amerikanischen Boden.

Immigration ist viel schneller als in New York, ich darf diesmal nicht an die Schalter, da ich ja mit neuem Pass und neuem Esta reise. Der Offizier ist aber anders als von New York gewohnt sehr freundlich und so stehe ich ruck zuck samt Koffer am Flughafenausgang, wo ich folgendes feststellen muss: Es regnet. Nein. Es schüttet. Hilft aber alles nichts, ab in den Shuttle zum Hertz-Schalter. Als #1 Goldmember habe ich offenbar keine großen Vorteil, denn ich muss mich genauso anstellen wie alle anderen, es gibt exakt einen Schalter für Gold und einen für alle anderen. Aber immerhin gibt es hier, anders als im Flughafen, funktionierendes freies WiFi. Also erstmal zu Hause anrufen. So vergeht die Wartezeit auch. Endlich bin ich dran, das geht dann aber alles ganz fix. Für mich ist ein Nissan vorgesehen – ich will aber keinen Nissan, also versucht, ob es noch was anderes gibt und außerdem soll es auch mit Sirius sein. Ja, geht – kostet eben nochmal 127 $. So wird es ein Ford Escape, steht in Stall 108. Also nochmal auf durch den Regen, natürlich ist Stall 108 der letzte in der Reihe Smile. Ab sofort gehört  mir für die nächsten 2 Wochen ein blauer Ford mit New Yorker Nummernschild, 8300 mi auf dem Tacho. Zunächst war ich nicht in der Lage, den Kofferraum zu öffnen, aber als ich gerade die Koffer auf den Rücksitz wuchten wollte ging es doch. Im strömenden Regen ging es dann nach Alexandria zu Stefan und seiner Tochter Elodie.

Wir gingen dann abends noch in die Pizzeria Faccia Luna (Mondgesicht *hihi*), hier entschied ich mich für einen Griechischen Salat, natürlich ohne Feta. Danach fuhr Stefan noch zum Mount Vernon, Wohnort von George Washington, dem ersten Präsident von Amerika, aber ich schlief schon bei der Fahrt ein. Ich glaube ich habe es bis halb 10 geschafft, mich wachzuhalten, aber mehr ging nicht. Gute Nacht Alexandria.

Wie kann man nur so ein Reisefieber haben?????

Mir ist schlecht. So richtig schlecht. Dabei habe ich noch viel zu packen – vor allem das ganze technische Equipment, obwohl ich das meiste schon gestern in den Koffer gepackt habe. Und an dieser Stelle ein DANKE an das New York City Guide Forum, denn dort wurde über packing cubes berichtet und ich habe mir ein dreiteiliges kleines und großes Set gekauft in pink, klar (eBags packing cubes, über Amazon). Zusammen mit meiner zweiten Neuanschaffung, einem Faltbrett, leisten mir diese neuen Accessoires wirklich gute Dienste. Noch niemals war mein Koffer so ordentlich und vor allem habe ich alle Klamotten für 2 Wochen auf eine Hälfte bekommen und habe die andere Hälfte des Koffers noch frei für Schuhe, Kosmetiktasche etc. Leider wiegt der Koffer am Ende trotzdem 23 kg, obwohl ich noch Platz habe.

epacks

Mittags haben wir uns noch mit meiner Mutter verabredet zum Essen, obwohl mir alles andere als gut ist. Aber das zieh ich jetzt durch, so ein bisschen Reisefieber wirft mich nicht aus der Bahn. Wir gehen an der Justiz- und Finanzschule essen, dort gibt es ein komplettes Mittagessen für 3,30 € und einen Salatteller für 1,80 €, wir essen draußen in der Sonne es ist warm und total schön, dass sich das am Ende des Tages so ändern würde wusste ich da noch nicht. Dann gehts aber heim, es sieht zu Hause aus wie nach einem Bombenanschlag … und um halb 4 verlassen wir endlich unser Heim in Richtung Frankfurt, wo wir im Element Airport Hotel einchecken werden. Und eigentlich ist das der Moment, wo mein Urlaub beginnt. Leider nicht an diesem Freitag, denn ich bin völlig überrascht vom Pfingstverkehr, 400 km Stau in NRW – und wir kommen nach 4 h erst in Frankfurt an (statt sonst 1,5-2h) mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 51 km/h Smile. Aber das Schlimmste: Es sind hier nicht 25°C, sondern nur noch 13 und es regnet vom Himmel hoch. Hätte ich mal besser das Wetter von Frankfurt auch gecheckt, statt zu schauen, wie es in den USA wird.

Wir treffen uns – und das hat schon fast Tradition – mit Elke zum Essen. Wir wollen zum Restaurant Leib & Seele in Frankfurt, dort um die Ecke gab es vor einer Woche noch eine Schießerei im Bandenmilieu – Schnitzel Walter war wohl hier wohl einer der Drahtzieher. Der „freundliche Taxi“-Fahrer schafft nicht das Lokal zu finden und lässt uns schon vorher raus, also muss ich mit Barfußschuhen durch den Regen. Fu**!

Zum Glück haben wir reserviert, denn der Laden ist gerammelt voll. Ich bestelle Zander mit grüner Sauce und Salzkartoffeln und ich bin sehr angetan, der Zander war hervorragend. Wir bringen dann Elke heim und essen als Dessert noch ihr Geschenk an uns – Luxemburgerli, einer davon enthielt echt viel Alkohol Smile Lecker. Hatte ich doch nach dem WE in Málaga gerade abgeschworen.

Dann gehts aber zurück ins Hotel, wir sind sehr angetan von unserem Zimmer (Bilder folgen irgendwann noch). Alles ist noch ganz neu. Noch eben das Ende von Let‘s Dance geschaut und dann gehts schlafen. Gute Nacht Frankfurt – in 6 h geht der Wecker.

Gefahrene km: Ca. 200

Hotel: Element Airport Hotel Frankfurt, 87 Euro (das gleiche Zimmer gab es in tieferen Etagen für 71 Euro, das wäre völlig ausreichend gewesen, wir haben im 4. Stock ohnehin nur auf ein Bürogebäude geschaut) – 10 min vom Flughafen entfernt, kein Shuttle-Service, Taxi ca. 10 Euro

Flugzeug mit Wlan kann was Smile

Grüsse aus 10000 m höhe und noch 4.05h zu fliegen

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OMG, I’m so excited. Ich bin so froh, wenn die Koffer im Auto sind und wir endlich fahren. Dann fängt der Urlaub erst so richtig an.

Die Wettervorhersage (mit dem Mittwoch bin ich noch nicht so einverstanden)