Day 2 16.10.2022
Day 2 – 16.10.22 – Brossard, Can -> Rumford Falls, Maine
Brossard, nähe Montréal
Chronologie eines Morgens: nach zwölf eingeschlafen und um 2:00 Uhr wach. Fuck Jetlag. 2h zu früh um loszufahren. Um 3:30 Uhr sind wir beide wach und entscheiden uns sofort durchzustarten. Als wir dann tatsächlich das Hotel verlassen, ist es allerdings schon 5:15 Uhr. Man muss sich ja erst einmal eingrooven, Gepäck wird umgepackt, Fotozubehör rausgeholt, und der Kaffee war übrigens auch sehr sehr lecker, Nespresso – what else! Dann müssen wir das Auto noch einrichten, haben Apple CarPlay aktiviert und die Route eingegeben.
Die aktuelle Temperatur beträgt 6°C (17°C lt. Bild, aber der Wagen kam aus der Garage), der Himmel scheint klar zu sein, man sieht die Sterne.
Auf geht’s Richtung USA .
Nachdem Martin die für sich wichtigsten Dinge am Auto eingestellt hat, kommen wir zum dem für mich wichtigsten Punkt: dem Satellitenradio SiriusXM – genau, dem Sirius, von dem uns gestern der Typ an der Verleihstation sagte es sei aktiviert. Let’s check this out!
Euphorisch will ich Hits One starten, um mein geliebtes Morning Mash Up zu hören. SiriusXM ist nicht aktiviert!
Ich versuche die angegebene Nummer anzurufen, komme aber natürlich als einfacher Kunde nicht weiter. Alamo am Flughafen ist natürlich auch geschlossen. Mein gegenwärtiges Ich freut sich gerade nicht, mein Zukunftsich wird sich darum kümmern. Finde aber erst einmal keine Alamostation auf unserem Weg. Kann ich vielleicht irgendwann telefonisch klären, aber die schlafen ja alle noch.
Auf dem alternativen fm Sender läuft Maroon 5 – mein Motto: kein Urlaub in den USA ohne diese Band. Beautiful Mistake 🤣 Montreal 92,5. Damit kann ich auch gut leben!
Und wie ich durch die Videos schaue stelle ich fest: es läuft Lizzo, P!NK, Maroon5, The Weeknd – und wer geht 2023 auf jedes einzelne Konzert davon??
Die Sonne geht auf
Die Dämmerung setzt hier um 6:00 Uhr ein, es ist total schön, wenn man wahrnimmt, dass ein neuer Tag richtig durchstartet. Die Magie des Sonnenaufgangs! Durch das Panoramadach sehe ich den Mond und ich versuche, den Sternenhimmel zumindestens aus dem Auto heraus aufzunehmen. 🤣 3 Sekunden Langzeitbelichtung 🤣
Wir erwarten heute einen wunderschönen Tag mit Temperaturen um die 16,17° und Sonne. Dieser Urlaub könnte doch kaum besser starten.
Und so sehen wir an diesem morgen unseren ersten sensationellen Sonnenaufgang. Wir fahren vom Highway ab und parken am Ripplecove Hotel & Spa, gehen zur rückwärtigen Seite und sehen den Sonnenaufgang am See. Ein Traum und schon jetzt ist es ein schöner Tag noch schöner wird er wenn mir jetzt etwas zu essen finden.
Lac Massawippi, Méphremagog, Ayer’s Cliff, Québec, Kanada
Vor der kanadischen Grenze halten wir bei Tim Horton‘s, der in 2 Minuten öffnet. Im Drive in kaufen wir uns zwei Breakfast Muffins Bacon and Egg und zwei Kaffee. Dann geht es für uns über die Landesgrenze in die USA.
Canada 🇨🇦– USA 🇺🇸
Wir haben nichts als ausgesprochen super nette Officer – zunächst passiert man die Grenzstation und muss recht viele Fragen beantworten. Unter anderem muss ich die Frage beantworten, was ich beruflich mache, ich antworte wahrheitsgemäß mit retired (verrentend), daraufhin stellt er fest, dass ich ja viel mehr Zeit habe als Martin. Ja, das erklärt ja auch warum ich schon zweimal dieses Jahr hier war und Martin nur einmal.
Danach müssen wir eine Parkzone, dort halten und dann zum Immigration Office. Selten, um nicht zu sagen nie verlief eine Immigration in die USA so dermaßen nett und freundlich und obwohl absolutes Handy verbot herrschte durfte ich auf Nachfrage ein Selfie machen vor den Flaggen 🇺🇸
Dann leider gab es das Welcome to the USA Sign an dieser Grenze nicht, wurde mir leider von den Grenzbeamten falsch mitgeteilt… oder war es vor der Grenze und ich habe es beim Filmen nicht gesehen? Es gibt Hinweise darauf…leider ist es ein LED Sign, aber hier sieht man es: Welcome to the US
Coventry, Vermont
Dann sind wir endlich in Vermont, gelbe und rote Bäume wechseln sich mit in Nebel versunkenen Landschaften ab, schöner kann man die Natur nicht malen. Auch der Hudson darf zum ersten Mal fliegen – in Coventry, Vermont.
Interaktives Kugelpanorama von Coventry, Vermont – made by Hudson CLICK
Lyndon
Lyndon ist unsere erste Station, denn dort hatte ich eigentlich die Adresse einer Covered Bridge, diese haben wir leider nichts gefunden beziehungsweise befand sich an der angegebenen Adresse eine Kirche auf einem Berg. Fail! Lyndon allerdings war der absolute Traum eines Leaf 🍁 Peepers, denn diese Stadt hatten wir ganz für uns alleine. Das wird sich im Laufe des Tages 100-prozentig ändern. Mehr braucht man nicht, weiße Kirchen, blauer Himmel und ein paar Farbkleckse. Ich habe hier echt ein Problem – totaler Overload an Landschaft und Farben, ich weiß gar nicht, wo ich zuerst schauen soll 🍁♥️🍁🧡
Peacham
Über Danville geht es durch mit bunten/gelben Bäumen übersäten Vermont Roads zu unserem nächsten Ziel, Peacham. Peacham ist ein winzig kleiner Ort, ein Schmuckstück mit malerischer Kirche. Hier lassen wir unsere Drohne steigen, Hudson schaut sich die Sache mal von oben an danach frühstücken wir im Peacham Café. Der French Toast mit den Blueberries und der Cream war einfach nur Yummy. Und auch der Pumpkin Spice Latte – mega.
So lecker. Wie gut können eigentlich Blaubeeren schmecken, wir zu Hause bekommen völlig geschmacklose Kulturheidelbeeren. Blueberries 🫐 sind eines der kulinarischen Höhepunkte von Maine, die bekommen wir in den nächsten Tagen noch öfter zu essen. Natürlich neben Lobster Rolls. Hier bekommen wir aber noch eine Einladung, ein ortsansässiges Pärchen in ihrem Garten zu besuchen, so nett 😊 Leider bleibt uns heute dafür keine Zeit.
Groton State Forest (Plainfield, Vermont)
In einem Reisebericht hatte ich diesen Park gefunden, dort gibt es einen Zugang auf einen Berg, der eine tolle Aussicht über den Kettle Pond liefert. Wir finden jedoch weder die Zufahrt zum Owls Head, noch haben wir Zeit, diese kleine Wanderung zu unternehmen. Daher fahren wir einmal mit dem Auto durch den Park und halten an einem See an, praktischerweise hat er gleich auch noch einen Zulauf in einen Fluss nebst Wasserfall. Dort machen wir unseren ersten kleinen Mini Hike von nur wenigen 100 m. Die Natur ist wunderbar und die Temperaturen sind mittlerweile so hoch, dass es im schwarzen T-Shirt schon fast zu warm ist.
East Corinth
Es geht es zum nächsten Roadstop, der Filmlocation von Beetlejuice, East Corinth.
Da wir den Ort schon kennen machen wir nur schnell ein paar Bilder beziehungsweise Filme. Eigentlich wollte ich gerne den Hudson steigen lassen, um die Kirche des Dorfes vor dem bunten Hintergrund zu fotografieren, aber bunt war dort leider nicht mehr viel. Und außerdem gab es Gegenlicht, und Gegenwind von Martin gab es auch, denn der wollte gerne mal weiterkommen. 🤣
Im Saloon am Ortsausgang von East Corinth waren wir auch diesmal. War damals spookier im Regen und mit diesem komischen Personal… Heute für uns ein kleiner, günstiger und auch harmloser Einkauf, bevor wir fast verdursten.
Und Tim Burton kehrt zurück nach Winter River – Beetlejuice 2 wird gedreht und kommt 2024 in die Kinos! YES!!! Hier ein interessanter Artikel zum Dreh im Sommer 2023 CLICK
Und aus Maitland Hardware, was jetzt in 2022 under construction ist wird offenbar Winter River Vintage. Beim nächsten Mal werde ich wohl wieder East Corinth besuchen.
Waits River
Waits River, auch hier möchte ich noch einmal die Kirche fotografieren mit bunten Hintergrund, beim letzten Mal hatte es nämlich geregnet. Aber auch hier war nicht mehr allzu viel bunt. Dafür war es eine schöne Fahrt am Waits River entlang. Um die Position für das Bild bekommen muss man in eine gegenüberliegende Straße fahren, sonst fährt man am Motiv vorbei. Ein Stromkabel stört bei der Aufnahme – egal. Isso!
Barnet
Wir drehen um und fahren den gleichen Weg wieder zurück.
Jetzt steht das längste Stück der Etappe an, eigentlich habe ich zwar ein paar Zwischenstopps eingeplant, aber wir werden keinen mehr anfahren .
Für Martin halten wir immer noch viel zu oft, ich möchte einfach alles sehen und aufsaugen 🤷🏻♀️🍁🧡🇺🇸. Ich suche mehrere Tourist Informations auf (Toiletten) und nehme Infomaterial mit.
Toilettenstops muss man wirklich sorgfältig planen, denn Vermont ist ein sehr wenig besiedelter Staat und da gibt es nicht an jeder Ecke Geschäfte oder Cafés.
Ich bitte Martin, vom Highway abzufahren und wir landen spontan in Barnet, einer Kleinstadt, dort bekomme ich alles: weiße Kirche, buntes Laub, Kürbisse, spooky Deco und Skelette. Einen reißenden Wasserfall gibt es gratis dazu. Nur Menschen, die gibt es in Barnet offenbar nicht. An einem spooky Haus liegt schon eine Eierschachtel für Trick & Treat. Die meinen das hier echt ernst!
Martin sucht mir in der Zwischenzeit eine coole Location heraus, die ich unbedingt noch einmal ansehen wollte (Maple Hill Farm) und überrascht mich damit, dass es ganz in der Nähe ist. Außerdem passieren wir die Staatengrenze zwischen Vermont und New Hampshire, die sich auf einer Brücke befindet. Am Moore Reservoire sehen wir die schönst gefärbten roten Bäume. Darüberhinaus gibt es hier Toiletten und Touristeninformationen.
White Mountains – Concord – Bethel
Die Schönheit der White Mountains vor Augen fahren wir wieder auf den Highway. Jetzt sollten wir bis Rumford Falls durchfahren. Das klappt natürlich nur so halbwegs gut, denn ich würde gerne überall anhalten, Martin jedoch nicht. Wir einigen uns auf eine zu meinen Gunsten verschobene Mitte. 🤣 und ehrlichgesagt einigen wir uns nichtmal 🤣🎃🤣 Fassen wir es wie folgt zusammen: ich hätte noch viel öfter angehalten, wurde aber ausgebremst und das ist auch leider in Ordnung, sonst kommen wir nie an. Carpool Karaoke geht natürlich immer.
Katie feat. The Weeknd – Blinding Lights …und wer geht nächstes Jahr aufs Konzert??? Richtig. Läuft bei mir!
Rumford Falls
Mit dem wunderschönen Sonnenuntergang im Rücken erreichen wir unsere Location für den heutigen Abend, das Best Western Plus. Hier müssen wir leider noch eine halbe Stunde auf unser Zimmer warten, ich glaube wir würden auch heute Abend noch da sitzen, denn angeblich wurde es feucht gewischt und war noch nicht trocken. Ich habe dann gesagt, dass mir das nichts ausmacht und ich gerne sofort das Zimmer haben möchte. Feucht gewischt wurde glaube ich hier gar nichts. Es klebt nämlich ziemlich auf dem Boden. außerdem bin ich verwundert darüber, dass unser Zimmer noch nicht fertig ist. Es wird mir erklärt mit einer Hochzeit und einem ausgebuchten Haus, wobei eine und erfahrene Mitarbeiterin den Gästen Late Night Check in zugesagt hat. Daher machen heute alle Überstunden um die Zimmer wieder sauber zu machen.
Wir packen das nötigste aus und entscheiden uns, im Ort noch eine Pizza zu essen. Die Entscheidung fällt nicht schwer, es ist die einzige Location die noch geöffnet ist. Rumford House of Pizza. Versucht niemals, nach 20:00 Uhr in einer amerikanischen Kleinstadt noch etwas zu Essen zu bekommen – die Bürgersteige sind da schon so gut wie hochgeklappt.
Die Location ist jetzt nicht empfehlenswert. Die Pizza ist allerdings die beste, die ich jemals gegessen habe. Allerdings sind die Preise happig, eine kleine und eine mittlere Pizza und zwei Getränke (Wasser, Cola) 47 $. 😳😳😳
Wir schaffen unsere Pizza beide nicht und nehmen uns den Rest für morgen mit, auch wenn Martin eigentlich keine kalte Pizza essen will, weggeschmissen wird nichts. Amerikanische Kleinstädte sind abends irgendwie auch spooky, genau wie das Haus gegenüber unseres Hotels. Das muss ich noch schnell fotografieren, und getankt haben wir vorher auch noch.
Martin sichert die Bilder und ich stelle diesen Bericht fertig.
Morgen machen wir Maine unsicher.
Hotel: Best Western Plus Rumford Falls Maine, 216,91 $
Gefahrene Kilometer: 558,3
Bundesstaaten: 4 – Québec, Vermont, New Hampshire, Maine
Schritte: 9069
km: 5,97
Kcal: 548
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