Endlich da!

Auch wenn die Fahrt nach New York diesmal nicht so lustig war wie beim letzten Mal mit Joe, so war sie doch immerhin auch um die Hälfte günstiger. Für alle die es interessiert: Es gibt eine Flughafen-City-Flat 45 $ plus Tax and Tip! Und die Fahrt durch den Tunnel kostet nochmal 5 Dollar. Die Anreise über die Queensboro-Bridge war um einiges spektakulärer und ich bin froh, dass ich beim ersten Besuch 2008 auf diesem Weg in die Stadt gefahren bin. Irgendwie war diesmal alles schneller und weniger aufregend – und ehe wir uns versahen waren wir schon da: The Roosevelt-Hotel! Traditionshaus aus dem Jahr 1924 mit grandioser Lobby, Schauplatz zahlreicher Kinofilme (aktuelle Dreharbeiten: Wall Street 2 mit Michael Douglas und Shia Le Boef), Ecke 45. Straße und Madison Avenue, nur einen Block weit entfernt von der Grand Central Station. Wir verlassen also unser Taxi und nehmen unser Gepäck … trotz Personals (die doch angeblich so übereifrig im Abnehmen von Koffern sein sollen) bleiben wir auf unseren gepackten Sachen sitzen. Das mit dem hilflosen Blick habe ich offenbar nicht wirklich gut drauf und so schleppen wir unser „heavy weight“ die mit Teppich überzogenen Stufen hoch, was sich als durchaus schwierig erweist – so schwierig, dass sich nun endlich jemand erbarmt und mir zumindest den großen Koffer abnimmt – geht doch :)

Die Lobby ist wirklich mehr als beeindruckend, aber angesichts der Umstände haben wir dafür erstmal keinen Blick – wir wollen nur einchecken. Keine Wartezeit am Frontdesk, stattdessen gleich die völlig unerwartete Frage: Do you want two single beds? – Yes, that would be really nice .. und so wanderte die für den 20-Dollar-Trick bereitgehaltene Note gleich wieder ganz unauffällig in meine Tasche :). Die Zimmer waren sauber, aber nicht sehr groß – und das Bad war auch nicht das allerneueste, aber das Gesamtpaket stimmte für uns angesichts von Preis und Lage und so beschlossen wir, uns nun aber schnell auf die Socken zu machen – Manhattan wartete ja bereits auf uns. Dass der bislang ausgebliebene, wenn auch angekündigte Regen ausgerechnet einsetzen musste, als wir endlich draußen waren, war ja klar – aber besser so als später, also nochmal hoch und neu einkleiden. Wieder draußen kam mein persönliches Highlight: Fotograf und Filmer in Hektik, da gab es für mich kein Halten mehr – eine Hochzeit!!!!!!! Was beneide ich immer meine amerikanischen „Kollegen“ um die Möglichkeiten, Hochzeitsfotografie zu betreiben in den USA – also schnell ein paar Schnappschüsse abgegriffen *ich steht total auf diese gleich gekleideten Bridesmaids* und dann waren sie auch schon wieder weg. Was nicht mehr wegging war der Regen, der sollte uns ja auch am nächsten Tag noch begleiten. Wir sind dann noch bis zur 5th Av. gegangen, haben vergeblich nach einer US-Telefonkarte gesucht und haben es einfach nur genossen, wieder da zu sein. Und dann wurde es aber auch schon Zeit zum Essen, was ja bekanntermaßen an der 5th Avenue und den Seitenstraßen nicht so der Hit ist. Wir sind dann gleich gegenüber der Central Station im Pershing Square gelandet – worauf ich so lange gewartet habe sollte sich nun auch endlich auf meinem Teller wiederfinden: Low Carb New York Strip mit grünem Salat – vorbei die Zeiten von 100 gr Hähnchen oder Fisch, es darf wieder gegessen werden – ein Wasser Chardonnay rundet den ersten Urlaubsabend stilvoll ab. Nach einem kurzen Blick in die Central Station (wirklich beeindruckend) gehen wir zurück ins Hotel – mein Sohn konnte einfach nicht mehr und so lagen wir um halb 9 im Bett – ich habe mich dann noch bis kurz nach 10 wachhalten können und dachte, so meinen Jetlag überlisten zu können – falsch: Halb 2 war ich wach, und zwar hellwach. Klimaanlage hatten wir nämlich ausgeschaltet, dafür muss wohl die Heizung angesprungen sein – die Vorhänge standen ca. 1 Meter vom Fenster ab *g* und wir hatten ungefähr 36°C im Zimmer – SCHOCK! Zum Glück konnte ich ein Fenster öffnen, die Heizung im Dunkeln irgendwie abstellen und dann lag ich erstmal noch 2 Stunden im Bett, irgendwann bin ich dann zum Hörbuch eingeschlafen und vor halb 8 nicht mehr aufgewacht – Jetlag doch noch besiegt :)